Mittwoch, 15. März 2017

(Leseeindruck) "Luzifer junior - Zu gut für die Hölle von Jochen Till

 
 
"Luzifer junior" muss ich euch einfach vorstellen, da es ein wahnsinnig tolles Kinderbuch ist, das mich voll und ganz begeistern konnte. Ich liebe Kinderbücher ja generell, da ich das Gefühl habe, dass sich die Autoren hier noch mehr Mühe geben, um etwas „Neues“ zu kreieren. Außerdem schlummert so viel  Fantasie, Kreativität und im Falle von Jochen Till jede Menge Humor, in diesen Geschichten, sodass ich beim Lesen wirklich viel Spaß habe und mich bestens unterhalten fühle. Letzteres hat bereits auf den ersten Seiten angefangen, als wir Luzifers, der von allen nur Luzi genannt wird, Zuhause besser kennenlernen. Ich bin um ehrlich zu sein, nicht mehr aus dem Schmunzeln herausgekommen, als ich erfahren durfte, welche „Vergehen“ bzw. welche Tätigkeiten als Todsünde angesehen und in der Hölle bestraft werden. Da hätten wir z.B. die Fans von Heavy Metal, die 24/7 mit Volksmusik beschallt werden. Ein Albtraum – übrigens auch für mich^^ Naja und Mörder haben kein Anrecht darauf Erdnüsse zu bekommen. 

Luzi ist aber auch nicht gerade der, den man erwarten würde. Er ist zwar der Sohn des Teufels, aber alles andere als böse. Und genau das ist das Problem, findet sein Vater. Luzi soll einmal die Hölle übernehmen und wenn er dann Mitleid mit den Menschen hat, die er eigentlich bestrafen sollte, so wie er es jetzt immer hat, dann ist das auf keinen Fall möglich. Sein Vater hat allerdings schon eine Idee wie er das Problem lösen kann. Er schickt Luzi auf eine Menschenschule, damit er von den Menschen lernt, was es heißt böse zu sein (Da sieht man mal was der Teufel höchst persönlich für eine Meinung von uns hat^^) 

Wie man sich vielleicht vorstellen kann, läuft es jedoch anders als gedacht. Luzi ist nämlich ein schlauer Junge, der ganz genau zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit unterscheidet. Warum sollte er z.B. böse zu denen sein, die es zu ihm nicht sind? Ich mochte Luzi unheimlich gerne und ich habe ihn mit jeder Seite mehr in mein Herz geschlossen. Sein Aufenthalt an der Menschenschule hält für ihn einige neue Erfahrungen bereit. So kommt er z.B. in den Genuss von Schokolade und richtigen Äpfeln. (In der Hölle kann man gar nicht so schnell schauen, wie sie verfaulen) Luzi hat das Gefühl, als würde er auf Wolke 7 schweben. Er lernt aber auch die anderen menschlichen Emotionen und ihre Heftigkeit kennen! Ach und neue Freundschaften schließt er auch. Davon wäre sein Vater alles andere als begeistert, wenn er es erfahren würde. Das tut er ja zum Glück nicht…oder doch? Das müsst ihr selbst herausfinden ;) 

Wen ich ebenfalls sehr gerne mochte, war  Luzi’s Hausdämon Cornibus. Cornibus war einfach nur total süß, vor allem wenn er redet. Man merkt wie sehr er Luzi mag, aber er hat es auch Faustdick hinter den Ohren. Cornibus ist nämlich sehr neugierig und macht daher nicht immer das, was Luzi ihm sagt. Dadurch bringt er Luzi immer mal wieder in Schwierigkeiten. Er ist aber auch für einige witzige Situationen verantwortlich. Am meiner absoluten Lieblingsszene im ganzen Buch ist ebenfalls Cornibus beteiligt. 

Jochen Tills Schreibstil ist locker, frisch und frech und mit einer Prise Humor verfeinert, sodass man förmlich durch die Seiten fliegt. Wirklich toll sind die Illustrationen, vor allem da man durch sie gleich noch mit viel mehr Spaß und Freude bei der Sache ist. Dieses Buch werde ich sicher noch mehrere Male in die Hand nehmen und lesen. Ich freue mich außerdem schon riesig auf zweiten Band, der bereits im Herbst dieses Jahres erscheint. 



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- Sarina