Donnerstag, 9. Februar 2017

(Leseeindruck) "Under your skin - Halt mich fest" von Scarlett Cole

 
 „Under your skin“ habe ich in den letzten Wochen immer mal wieder neugierige Blicke zugeworfen. Schließlich habe ich ein wenig reingelesen und spätestens nach dem ersten Kapitel stand fest, dass ich unbedingt weiterlesen werden muss. Scarlett Coles locker, leichter Schreibstil hat mich sofort in die Geschichte gezogen und mitgerissen.  

Harper war mir auf anhieb sympathisch, gleichzeitig hatte ich aber auch das Bedürfnis sie vor allem und jeden zu beschützen. Sie hat einen sehr eingeschüchterten und verängstigten Eindruck auf mich gemacht. Als ich jedoch erfahren habe, woran das liegt, hat mich ihr Verhalten kein bisschen mehr verwundert. Wäre mir in meiner Vergangenheit auch so etwas Schlimmes angetan worden, würde ich mich wahrscheinlich nicht anders verhalten. So ein Erlebnis kann man nicht einfach abhaken! Harpers Gedanken und Gefühle vor allem ihre Ängste, ihre Zweifel und Sorgen hat die Autorin wirklich gut herüber gebracht. Ich hatte jedenfalls gleich eine Verbindung zu ihr. . 

Trent mochte ich ebenfalls gleich, wenn mein erster Eindruck von ihm auch war, dass ich es mit dem typischen Draufgängertyp zu tun habe, der nichts anbrennen lässt etc. Ja, er flirtet gerne und ja, er hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, aber alles in allem ist er wirklich ein lieber Kerl, der das Herz am rechten Fleck hat. (Das einzige Problem, das ich mit ihm und Harper hatte, war, dass ich mir bei beiden kein Gesicht vorstellen konnte.)  

Die erste Begegnung der beiden fand ich sehr klischeehaft dargestellt. Harper kommt an Trents Tattoogeschäft vorbei und sie fällt ihm natürlich sofort ins Auge. Er lässt einen etwas plumpen Spruch ab, der sie rot werden lässt, aber irgendwie auch schmeichelt, da sie ihn ebenfalls äußerst attraktiv findet. Der weitere Verlauf hat mir deutlich besser gefallen, da mehr Emotionen ins Spiel gekommen sind. Außerdem mochte ich es wie verständnisvoll sich Trent gegenüber Harper gezeigt hat. Als Harper plötzlich bei ihm im Tattoostudio auftaucht und ihn um Hilfe bittet, merkt er gleich wie viel Überwindung es sie gekostet hat ihm – einem vollkommen Fremden - ihre Narben zu zeigen. Dieses  Fingerspitzengefühl, das er an den Tag gelegt hat, hat ihm geholfen ihr Vertrauen Stück für Stück zu gewinnen. 

Ich habe Trent und Harper unheimlich gerne zusammen erlebt. Das Knistern und die Anziehung zwischen den beiden habe ich mit jeder Seite mehr gespürt. Allerdings ging mir alles ein wenig zu schnell zwischen ihnen. Harper, die körperliche Nähe eigentlich gar nicht ertragen kann und für die es schon unheimlich schwer ist, wenn ihre beste Freundin Drea sie umarmen möchte, hat Trent in relativ kurzer Zeit an sich heran gelassen, was ich irgendwie unrealistisch fand. Ich muss jedoch sagen, dass es immer wieder Momente gab, in der ihre Vergangenheit wieder hoch gekommen ist und sie auf Distanz gegangen ist, was das Ganze wieder ausgeglichen hat. Schließlich kam Harper an einen Punkt, an dem sie erkannt hat, dass es so nicht weitergehen kann, dass sie aufhören muss Nathan weiterhin Macht über ihr Leben zu geben, wenn sie mit Trent glücklich werden möchte. 

Der Kritikpunkt, dass vieles zu schnell ging, hat sich leider auch durch den Rest des Buches gezogen. Außerdem war mir einiges an der Liebesgeschichte too much  – so schön ich sie im Großen und Ganzen auch fand. 
 

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- Sarina