Samstag, 11. Februar 2017

(Leseeindruck) "Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen" von Sarah J. Maas

 
 
 Kaum hatte ich das Buch aufgeschlagen und angefangen zu lesen, fand ich mich auch schon mitten im Geschehen bzw. mitten im Wald wieder. Dank der schönen aber vor allem sehr bildhaften Beschreibungen, herrschte eine total dichte Atmosphäre. Ich konnte förmlich spüren, wie der Schnee auf mich herunterfiel, während ich mit Feyre im Baum saß und nach Beute Ausschau hielt, damit sie und ihre Familie zumindest für die nächste Woche etwas zu essen haben. Gleichzeitig bekam ich einen kleinen Einblick in die Welt in der Feyre lebt. Dabei konnte besonders die ständige Bedrohung durch die geheimnisvollen Fae mein Interesse wecken.

Erst einmal wurde ich jedoch mit der Armut von Feyre und ihrer Familie konfrontiert. Ich habe ihre Familie näher kennenlernen, wobei ich sagen muss, dass ich darauf hätte verzichten können. Ihre Schwestern sind sich für alles zu fein und lassen Feyre die ganze Arbeit machen ohne sich auch nur einmal dafür zu bedanken. Sie waren mir auf anhieb unsympathisch, während mir Feyre wiederum noch sympathischer wurde. Kurze Zeit später endet Feyre’s „normales“ Leben, als ein beängstigendes Monster in ihr Haus einfällt. Es stellt sich heraus, dass es ein Fae ist, der sich auf einen alten Vertrag beruft und Gerechtigkeit fordert für den Wolf den Feyre getötet hat. Anstatt sie allerdings zu töten lässt er Gnade walten und nimmt sie mit sich.

Beeinflusst von Feyre und dem, was ich bis dahin über die Fae erfahren habe, war ich bei der Ankunft an Tamlins Hof ganz schön überrascht. Alles wirkte so idyllisch und freundlich, selbst Tamlin wirkte längst nicht mehr so furchteinflößend, als er seine tierische Gestalt ablegt hat. Er schien ganz in Ordnung zu sein, aber es war ziemlich schwer ihn zu durchschauen, da er jede Menge Geheimnisse verbirgt. Es hat mich z.B. brennend interessiert wieso er und seine Bediensteten Masken tragen. Zu meiner erneuten Überraschung habe ich darauf relativ schnell eine Antwort bekommen, wenn es auch nur die halbe Wahrheit war. Es steckt noch viel mehr dahinter, was ich allerdings erst später erfahren durfte. Ebenso kam die Sprache auf eine große Seuche, die ganz Prythian bedroht und selbst so einem mächtigen Fae wie Tamlin Angst bereitet. Spätestens ab hier hatte mich die Autorin am Haken.

Je länger Feyre am Hof war, desto besser konnte sie Lucien, Tamlins Botschafter, und Tamlin selbst kennenlernen. Nach dem sie ihr das eine oder andere Mal das Leben gerettet haben, war langsam aber sicher ein Umdenken bei Feyre zu beobachten.

Feyre mochte ich wirklich gerne. Sie ist mutige und starke Persönlichkeit. Ich habe es ihr hoch angerechnet, dass sie sich um ihre Familie gekümmert hat, obwohl weder ihr Vater noch ihre Schwestern ihre Mühen zu schätzen wussten. Außerdem war es ihr – auch nach ihrem unfreiwilligen Weggang - wichtig ihr Versprechen, das sie einst ihrer verstorbenen Mutter gegeben hat, einzuhalten, weshalb sie trotz aller Gefahren, die in Prythian lauern, nach Fluchtmöglichkeiten gesucht hat.

Wer „Die Schöne und das Biest“ kennt, weiß das es darin auch eine Liebesgeschichte gibt…Auf diese habe ich in „Das Reich der sieben Höfe“ sehnsüchtige gewartet. Allerdings wurde ich ziemlich auf die Folter gespannt. Als es schließlich so weit war, muss ich ehrlicherweise zugeben, dass der Funke nicht gänzlich auf mich übergesprungen ist. Die Story fand ich insgesamt einfach spannender und interessanter. Als Feyre die vollständige Wahrheit erfahren hat und sie die Ereignisse schnell dermaßen zugespitzt haben, bin ich nur noch so durch die Seiten gerauscht. Überraschende Wendungen haben mich mitfiebern und meine Nerven zum Zerreißen gespannt werden lassen. Wobei ich das Lesen teilweise nicht ausgehalten habe, da es schon recht heftig war, was Feyre durchmachen musste. Schier unüberwindbare Hindernisse haben auf sie gewartet und als hätte das nicht gereicht, muss sie sich auch noch gegen Intrigen zu Wehr setzen und sinnlose Grausamkeiten über sich ergehen lassen.

Sarah J. Maas hat die Geschichte vorerst zufriedenstellend Ende lassen. So zufriedenstellend, das ich nicht einmal unbedingt eine Fortsetzung gebraucht hätte. In den Kapiteln kurz vor Schluss war jedoch die eine oder andere Szene, die Fragen offen lässt und mich neugierig zurück lassen. 

Kommentare:

  1. Hallo Sarina,
    das Buch hört sich sehr interessant an und wäre vielleicht auch etwas für meinen SuB! Auf jeden Fall eine gute Rezension! :-)
    Liebe Grüße, Johnni von Unendliche Geschichte

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Hallo :)

schön das ihr auf meinem Blog gelandet seid! Wenn ihr wollt, dann könnt ihr mir einen Kommentar da lassen. Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen^^ Viel Spaß beim Stöbern!

- Sarina