Dienstag, 26. März 2013

(Rezension) "Das verbotene Eden: Logan und Gwen" und Thomas Thiemeyer

 
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 Achtung Spoiler!!!!


Seit ihrer Gefährtin Juna aus dem Land der Frauen geflohen ist, um mit dem Mönch David 
ein neues Leben zu beginnen, fühlt sich die junge Heilerin Gwen einsam und gedemütigt.
Und auch die Situation im ganzen Land sieht nicht besser aus. Der Hass zwischen Männern und Frauen wird immer größer. Nach einem weiteren Übergriff der Heiligen Lanze beschließt der Hohe Rat einen letzten Versuch zu wagen, um einen Krieg zu verhindern und ein friedliches Miteinander mit den Männern zu sichern: Eine Gruppe von Brigantinnen soll in die Alte Stadt reiten und den Inquisitor Marcus Capistranus töten. Aufgestachelt von der Männerhasserin Edana schließt sich Gwen dieser Truppe an. Gemeinsam machen sie sich durch die U-Bahn Schächte auf den Weg in die Stadt – ohne zu wissen, was dort unten auf sie wartet.

Logan, der Sohn des Schmieds Gunnar, der vor kurzem im Arenakampf zwischen den verschiedenen Clans der jüngste Champion aller Zeiten geworden ist, trifft auf einem seiner Streifzüge auf Gwen, die sich gerade in einer misslichen Lage befindet. Ohne groß zu überlegen rettet er ihr Leben und nimmt sie mit in sein Dorf, um Gwen auf dem Sklavenmarkt zu verkaufen. Allerdings machen ihm seine Gefühle einen Strich durch die Rechnung...


Wie auch schon im ersten Teil lässt sich Thomas Thiemeyers Schreibstil sehr angenehm und flüssig lesen. Ich mag seinen Erzählstil wirklich unheimlich gerne! Man kann sich, die von ihm beschriebene Umgebung wunderbar vorstellen und fühlt sich mitten drin im Geschehen. Die Erzählperspektive wechselt kapitelweise zwischen Gwen und Logan, jedoch gibt es ab und zu auch ein Kapitel, das aus der Sicht von Arkana, dem Inquisitor oder Logans kleinem Bruder Dachs geschrieben ist, sodass Einblicke in die Gedanken beider Geschlechter ermöglicht werden. Gleichzeitig kann man sich sehr gut in die einzelnen Personen hineinversetzen und ihren Standpunkt der Dinge erfahren. Darüberhinaus baut sich stellenweise eine solche Spannung auf, die einen dazu veranlasst, das Buch bis zum Schluss nicht aus der Hand zu legen. 


Nach Beenden des ersten Bandes habe ich mich schon sehr auf die Fortsetzung gefreut und konnte fast nicht mehr Abwarten es endlich zu lesen. „David und Juna" fand ich einfach super, doch Band 2 steht ihm in nichts nach, im Gegenteil. Wie auch schon in Band 1, sind die Männer und Frauen immer noch erbitterte Feinde. Der Inquisitor sinnt immer noch nach seiner Rache und will die Frauen seiner Macht unterwerfen. Tja und die Frauen wollen den Inquisitor umbringen, um unter allen Umständen einen Krieg zu vermeiden. Doch eine Veränderung ist deutlich spürbar…Das Virus, scheint langsam an Wirkung zu verlieren. Das merken auch Logan und Gwen, denn die beiden sind sich von Anfang sympathisch und man kann schön miterleben, wie sich die zwei verlieben.

Anfangs hatte ich die Vermutung, dass sich mit den beiden neuen Hauptprotagonisten die Geschichte von David und Juna wiederholen wird, doch das ist keineswegs so. Allein da Gwen und Logan ganz andere Persönlichkeiten haben.

Gwen ist eine super sympathische Person, die einem sofort ans Herz wächst und mit der man mitleidet. Im Laufe der Geschichte macht sie eine schöne Entwicklung durch, denn durch ihre Begegnung mit Logan erkennt Gwen erkennt, dass nicht alle Männer böse sind. Und noch viel mehr: Sie entdeckt ihre Gefühle für ihn und kann so auch ihre frühere Partnerin Juna besser verstehen. Insgesamt würde ich sagen, ist sie nach den ganzen Erlebnissen wesentlich stärker und selbstbewusster geworden ist.

Logan gefiel mir auch gleich auf Anhieb! Er hat keinen Hass auf die Frauen, denn die Clans vertreten die Meinung, dass man sich am besten gegenseitig in Ruhe lassen sollte. Für Logan steht seine kleine Familie an erster Stelle: Er hilft seinem Vater bei seiner Arbeit und kümmert sich aufopferungsvoll um seinen kleinen, stummen Bruder Dachs (den ich auch richtig in mein Herz geschlossen habe) Besonders gut an ihm hat mir jedoch gefallen, dass er sich in seiner Meinung nicht beeinflussen lässt, obwohl der Sohn des Clanführers seit seinem Sieg in der Arena versucht ihn auf seine Seite zu ziehen.

Natürlich treffen wir hier auch wieder viele altbekannte Charaktere, so spielt z.B. die Hohepriesterin Arkana, die Mutter von Juna, wieder eine Rolle und sorgt mit ihrer Geschichte für einen ersten kleinen Cliffhanger.

Bei einer Fortsetzung setzt man ja immer voraus, dass einem der „Schauplatz“ schon bekannt ist, doch auch hier ist Thomas Thiemeyer ein Überraschungseffekt gelungen. Den bereits bekannten "Plätzen" hat er noch weitere hinzugefügt. Es wird also garantiert nie langweilig. Die Story an sich beginnt relativ sachte, man lernt Gwen und Logan etwas besser kennen, lebt ein bisschen in ihrer und seiner Welt und lernt ihren Alltag kennen. Als Gwen dann mit ihrem Spähtrupp loszieht, beginnt die Handlung Spannung aufzubauen. In der Mitte des Buches nimmt die Spannung wieder etwas ab und man erlebt wie sich Gwen bei Logan zuhause einlebt. Gegen Ende des Buches kommt die Spannung aber wieder auf, wodurch ein mieser Cliffhanger entsteht und sehr viele Fragen ungeklärt bleiben.  

Mit "Das verbotene Eden - Logan & Gwen" hat Thomas Thiemeyer eine mehr als gelungene Fortsetzung geschaffen. Zwar ist der zweite Band völlig anders aufgezogen, aber wir befinden uns immer noch in derselben dystopischen Welt, in der sich Männer und Frauen bis aufs Blut nicht ausstehen können. Mit sehr viel Spannung schildert er, wie sich der Hass auf beiden Seiten verstärkt hat, bringt jedoch auch zum Ausdruck, dass bei einzelnen dieses Gefühl langsam zu schwinden beginnt. Logan und Gwen sind zwei wunderbare Protagonisten, weshalb ich mich schon sehr auf ein Widersehen mit den beiden im dritten und letzten Teil freue. Ich bin gespannt welche Hindernisse und Abenteuer in „Das verbotene Eden: Magda & Ben“ auf mich warten werden.
 
Ein asbolutes Must-Read! 





Thomas Thiemeyer, geboren 1963, studierte Geografie und Geologie in Köln und arbeitete zunächst als Illustrator. Später widmete er sich mehr und mehr dem Schreiben. 2004 erschien bei Knaur mit großem Erfolg sein Debütroman "Medusa". Weitere Thriller und Jugendbücher folgten. Seine Werke wurden zu Bestsellern und in 12 Sprachen übersetzt. Der Autor lebt und arbeitet in Stuttgart. [Quelle: amazon.de]


 
 

3. und letzter Teil "Das verbotene Eden: Magda und Ben" 
noch nicht erschienen (voraussichtlich 2013) 

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- Sarina