Samstag, 16. Februar 2013

(Rezension) "The Weepers-Und sie werden dich finden" von Susanne Winnacker

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Drei Jahre, einen Monat, eine Woche und sechs Tage ist es her seit Sherry das Tageslicht zum letzten Mal gesehen hat. Ein Fünftel ihres Lebens! Als ihre Heimatstadt Los Angeles von einer Katastrophe verwüstet wurde, hat sie sich zusammen mit ihrer Familie in einem Bunker verschanzt und überlebt, während der Großteil der Bevölkerung einem mutierten Virus zum Opfer fiel. Doch jetzt gehen langsam die Lebensmittel zur Neige, sodass Sherry und ihrem Vater nichts anderes übrig bleibt denn Schritt nach draußen zu wagen. Eine Expedition ins Ungewisse… Die Welt, die sie kannten und alles was dazu gehörte, existiert nämlich nicht mehr. Es geht draußen nur um eins: zu Überleben. Denn die wenigen Überlebenden, die durch die verlassene Straßen streifen, sind kaum mehr als menschlich zu bezeichnen. Sie machen Jagd auf alles, was sich bewegt und ihnen vor den Weg läuft. Nur gemeinsam hat man eine Chance – das wissen auch Sherry und ihr Vater. Doch was passiert, wenn man plötzlich voneinander getrennt wird? 


Der Schreibstil der Autorin gefällt mir richtig gut. Er ist sehr flüssig und beschreibt schön, sodass man sich gut in die herrschende Situation, sowie in die Nöte und Ängste der Charaktere hineinversetzen kann. z.B. Kam es mir so vor, als ob ich gerade mit Sherrys Familie im Bunker sitzen und mir verzweifelt meine Gedanken zerbrechen würde, wie es ohne Nahrung weitergehen soll. Ich wollte immer ganz schnell weiterlesen, um zu erfahren, wie es weitergeht. Auch die Charaktere hat Susanne Winnacker gut aber nicht zu detailreich beschrieben. Über den einen erfährt man mehr über den anderen eher weniger. 


Ja und was soll ich sagen, ich war direkt von der ersten Seite an gefesselt von der Geschichte. Einmal angefangen konnte ich den Roman kaum aus den Händen legen. Man taucht sofort in das Geschehen ein. Zu Beginn befindet man sich in einem Bunker, in den Sherry und ihre Familie sich vor knapp 4 Jahren geflüchtet haben, als es zu gefährlich wurde weiterhin in seinen Häusern zu leben. Wenn ich jetzt mal so darüber nachdenke, stelle ich mir das richtig schlimm vor. Jahrelang von der Außenwelt abgeschnitten zu sein, nicht zu wissen wie es draußen aussieht, was überhaupt noch vom alten Leben vorhanden ist, ob es noch andere Überlebende gibt u.v.m. Ich glaube ich würde verrückt werden!

Vielleicht geht es Sherry auch so. Jedenfalls zählt sie die Tage. Die Tage, die vergangen sind, seitdem sie zum letzten Mal das Tageslicht gesehen oder den Regen auf ihrer Haut gespürt hat. Sogar die Tage, als die Vorräte anfingen zu Neige zu gehen. Schließlich ist die letzte Dose mit Lebensmitteln verspeist. Was jetzt? Sherry und ihr Vater beschließen sich nach draußen zu wagen. Das heißt, eine Welt zu betreten, die voller Gefahren steckt.

Ab hier nimmt die Geschichte einen Verlauf, der einem regelmäßig Herzrasen beschert und an Spannung kaum abnimmt. Nachdem sich Sherry und ihr Vater bei der Suche nach Lebensmitteln aus den Augen verloren haben, wird sie von Joshua gerettet. (Es gibt also doch noch andere ÜberlebendeJ) Joshua war mit seiner Mutter und seiner Schwester in einem öffentlichen Bunker untergebracht, wo es leider nicht so fein zu ging und er viele unschöne Dinge zu Gesicht bekommen hat. Ich denke, dass er sich deshalb auch so kühl und distanziert verhält. Ja und von ihm wird Sherry nach Safe-Haven (ein Haus in dem andere Überlebende Schutz gefunden haben) gebracht, wo sie auf weitere Überlebende trifft, sich mit ihnen austauscht, einzelne Schicksale erzählt bekommt, aber auch etwas mehr über den Verlauf der Seuche und die Weepers erfährt. Ich glaube Sherry hat dadurch langsam begriffen, wie die jetzige Situation in Los Angeles aussieht. Es herrscht ein unerbittlicher Kampf um Leben und Tod. Ein Kampf, indem nur der Stärkste überleben kann.

Es ist eine Situation, in der ich persönlich richtig mit gefiebert und mit gebangt habe. Ich saß wirklich so da und habe die jeden Moment auf einen Angriff der Weepers gewartet. Sie werden richtig gefährlich und unheimlich beschrieben, dass sie gegen Zombies oder Werwölfe locker mithalten können.
Später auf der Suche nach Sherrys Vater gibt es mehrere Kämpfe, die mir jedoch etwas zu schnell und zu einfach gingen. Ich hätte gedacht, dass die Weepers mehr Widerstand zeigen würden. Vielleicht, dass Joshua und Sherry auch kurze Zeit gefangen genommen werden…Vielleicht hätten ein paar Seiten mehr den Ausschlag gegeben. Mir fehlte es einfach irgendwie an Spannung.

Sehr angenehm fand ich hingegen die kursiven Zwischenstücke, die einen kurzen Einblick in Sherrys früheres Leben geben. Sie zeigen noch mal deutlich den Unterschied zwischen der heutigen Zeit und dem Leben vor der Tollwut. Damals machte Sherry sich noch Gedanken darüber, was andere von ihr denken und heute geht es ums nackte Überleben.
 

Susanne Winnacker hat mit „The Weepers“ die perfekte Mischung aus Fantasy-, Dystopie- und Horrorgeschichte geschaffen, was sehr viel Spannung und Herzrasen verspricht. Immer wieder gibt es kleine Wendungen an Stellen, an denen man sicher nicht damit gerechnet hätte. Sie zeigen einem jedoch, dass man sich nie zu sicher sein sollte. Das Ende ist zwar ziemlich offen, aber da die Geschichte einen gewissen Abschluss hat und ein paar entscheidende Informationen gelüftet werden, ist es nicht so schlimm. Man darf also ganz gespannt auf den zweiten Band hoffen. 
 








Susanne Winnacker studierte Jura, ehe sie ihre große Leidenschaft, das Schreiben, zum Beruf machte. Außer Geschichten aller Art liebt die Autorin Tiere und - Kaffee (immer und in jeder Form). Mit ihrem Mann lebt sie im Ruhrgebiet. THE WEEPERS - UND SIE WERDEN DICH FINDEN ist ihr Debütroman. [Quelle: randomhouse.de]


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