Donnerstag, 14. Februar 2013

(Rezension) "Sternenreiter" von Jando

 
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Mats hat aufgehört an seine Träume zu glauben, ist der doch viel zu sehr daran gewöhnt, in seinem Beruf zu funktionieren. Er ist ein richtiger Workaholic geworden, der sich buchstäblich in die Arbeit stürzt. Seine Frau Kiki und seine beiden Söhne Björn und Ben rücken dafür immer mehr in den Hintergrund. Eines Tages nimmt sein Leben jedoch eine unvorhergesehene Wendung, als Mats in einen schlimmen Unfall verwickelt wird und schwere Verletzungen erleidet. Um sich auszukurieren wird er in ein Krankenhaus am Meer gebracht, wo er auf einen kleinen Jungen trifft, der alle Leute im Krankenhaus in seinen Bann zieht. 

Jando' Schreib- bzw. Erzählstil ist sehr einfühlsam und tiefgründig. Ich würde ihn fast als poetisch bezeichnen. Ohne große Einführungen taucht der Leser in die Geschichte ein und lässt sich von der zauberhaften Atmosphäre sowie den Gedanken von Mats, aus dessen Sicht „Sternenreiter“ erzählt wird, einnehmen. Besonders faszinierend ist jedoch wie Jando die Ausstrahlung bzw. Wirkung des kleinen Jungen darstellt, sodass man den Bann, der von ihm ausgeht hautnah spürt.

 
Ich glaube jeder von uns kennt das Gefühl unter Stress zu stehen. Das noch erledigen zu müssen, sich um dieses noch kümmern zu müssen und und und. Genauso geht es Mats in dieser Geschichte. Seine Arbeit ist quasi sein Leben. Er tut alles Firma, gibt sein bestes und macht sogar Überstunden, obwohl das gar nicht nötig wäre. Seine Frau und seine Kinder, die gerne mehr Zeit mit ihm verbringen würden, vernachlässigt er dagegen immer mehr. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man ihn für diese Lebensweise nur bemitleiden. Sein Leben ausschließlich für die Arbeit zu opfern, stelle ich mir ganz schön traurig vor! 

Eines Tages schlägt das Schicksal plötzlich. Mats wird schwer verletzt und wird um sich zu erholen in ein Krankenhaus am Meer gebracht, wo er auf einen kleinen Jungen trifft. Dieser kleine Junge, der bis zum Schluss namenlos bleibt, wirkt auf den ersten Blick sehr geheimnisvoll. Jeder Patient und sogar das Krankenhauspersonal kann seine eigene kleine Geschichte mit ihm erzählen. Der Junge nimmt sich wirklich jedem an und weiß komischerweise immer genau das Richtige zu sagen. Das wirkt auf der einen Seite zwar etwas seltsam, aber was er z.B. über Träume sagt (das man diese niemals aufgeben sollte) stimmt letztendlich. Deshalb hat mich ein wenig verwundert, dass er selbst auch nicht vollkommen glücklich ist, wie ich es erwartet hätte. Nein, sein sehnlichster Traum hat sich bisher leider noch nicht erfüllt hat. Traurig! Ich habe ihm von ganzem Herzen gewünscht, dass sich dieser irgendwann noch erfüllt.

 
Jando's Geschichte hat mich wie „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry unglaublich berührt. Beides sind moderne Märchen, deren Zauber man sich nicht entziehen kann. Auch nach dem Lesen lässt einen das Erzählten nicht gleich los, im Gegenteil meine Gedanken sind seinen Worten noch eine Weile nachgehangen. Doch neben den wunderschönen Zitaten ist auch die Buchgestaltung ein wahres Highlight.
 


Danke dafür an *blätter, blätter* Antjeca, das Sie das Buch zu einem solchen Blickfang gemacht haben. 
 






Nach Jandos Erstlingserfolg hat sich einiges um den norddeutschen Autor getan.Seine Aphorismen, Zitaten und Weisheiten erfreuen sich einer kontinuierlich steigenden Fangemeinde.So entstand ein hochwertiger, philosophischer immerwährender Kalender mit Texten von Jando. Seine neu gewonnene Popularität setzt Jando gern für soziale Zwecke ein. 
[Quelle: amazon.de]




Danke nocheinmal an korosNord für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Kommentare:

  1. Das Buch hat mich auch sehr in seinen Bann gezogen und verzaubert :)
    Deine Rezi ist sehr schön geschrieben :)

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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- Sarina